Vermeintliche Bankmitarbeitende
Wir warnen vor einer aktuellen Phishing-Welle, bei der sich Betrügerinnen und Betrüger telefonisch als Bankmitarbeitende ausgeben. Unter verschiedenen Vorwänden – beispielsweise einer angeblichen Fehlbuchung, einem vermeintlichen Betrugsfall oder einem technischen Problem – setzen sie Kundinnen und Kunden unter Druck, sensible Daten preiszugeben oder Transaktionen zu bestätigen. Dabei wird häufig die Telefonnummer der echten Bank oder der Sperrhotline (116 116) angezeigt. Diese Rufnummern werden durch sogenanntes Caller-ID-Spoofing gefälscht.
Betrügerinnen und Betrüger nutzen gefälschte Rufnummern und bereits kompromittierte Online-Banking-Zugänge
Während des Telefonats führen die Täterinnen und Täter über bereits erlangte Online-Banking-Zugänge Transaktionen durch und fordern ihre Opfer auf, erhaltene TAN oder Freischaltcodes telefonisch mitzuteilen. Teilweise werden Kundinnen und Kunden auch aufgefordert, girocards zu digitalisieren, Adressänderungen zu bestätigen oder ähnliche Aktionen durchzuführen. Da die Betrügerinnen und Betrüger in diesen Fällen häufig bereits Zugriff auf das Online-Banking haben, ist besondere Vorsicht geboten. Die Zugangsdaten wurden meist im Rahmen einer früheren Phishing-Attacke erbeutet.
Geben Sie niemals TAN oder Zugangsdaten telefonisch weiter
Wenn Sie einen verdächtigen Anruf erhalten, beenden Sie das Gespräch sofort und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Geben Sie niemals Zugangsdaten, TAN oder Freischaltcodes weiter – auch nicht an Mitarbeitende Ihrer Bank. Rufen Sie Ihre Bank ausschließlich über die Ihnen bekannten offiziellen Rufnummern zurück. Sollten Sie bereits Zugangsdaten oder TAN weitergegeben haben, nutzen Sie unverzüglich den Link „Karte und Online-Banking sperren“, um Ihren Online-Banking-Zugang und Ihre Karten vorsorglich zu sperren. Informieren Sie anschließend Ihre Bank und erstatten Sie zusätzlich Anzeige bei der Polizei.